Aug- und Ohr-dination geht weiter!

Da wir (corona-bedingt) noch nicht in allen Stationen auf Lachvisite gehen dürfen, bieten wir weiterhin die VIVIS (die VIdeo-VISite) und die Telefonsprechstunde (OHR-dination) an. Seit 17. März haben wir die Telefonhotline eingerichtet und im April um das Angebot der VIVIS erweitert. Weil es gerade jetzt wichtig ist, den Humor zu behalten.

In der Zeit seit das Angebot besteht hatten wir Kontakt zu Spenderinnen, zu Patientinnen, zum Personal auf den Stationen … und alles sind begeistert, dass wenigstens so Kontakt zu “ihren” CliniClowns gehalten wird. Besonders die VIVIS – die VIdeoVISte ist ein interessantes Angebot. Ein Clown agiert in seiner “privaten” Ordination, und die Besucher können über Handy, Tablett oder Laptop (oder ähnl. Endgeräte mit Kamera und Mikrofon) mit dem Clown interagieren. Teilweise haben wir die beiden Angebote zusammen gelegt. So konnten krebskranke Kinder mit zwei Clowns über Video “konferieren”.
U.A. wurde die Frau eines verstorbenen Spenders (nach ihrer Erlaubnis) von Dr. Wilma Wickel zurückgerufen. Hier Dr. Wickels Bericht:

“Ich habe sie angerufen. Der Tod ihres Mannes ist jetzt ziemlich genau 1 Jahr her und es kommt wieder alles hoch. Sie waren 50 Jahre verheiratet und haben viel gemeinsam gemacht. Jetzt kommt ihr alles so sinnlos vor. Ich habe sie gefragt, womit ich ihr eine Freude machen kann. Sie hat gemeint mit einer Packung Schlaftabletten, damit das alles endlich ein Ende hat. Ich habe ihr gesagt, dass es viele Menschen gibt, die sie lieben (die Kinder, die Enkel) und die sie vermissen würden. Und über 70 sei auch noch kein Alter zum Sterben. Sie hat mir später noch erzählt, dass sie früher gerne gestrickt hat, aber dazu derzeit auch keine Lust hat. Nicht einmal ihre Gartenzwerge haben es heuer in den Garten geschafft und sie hat immerhin mehr als 7! Die verstauben jetzt in einem Karton in der Garage. Ich habe ihr den Auftrag gegeben, den Zwergen ein Vollbad zu verpassen und ihnen dann die schönsten Plätzchen im Garten zu suchen, weil sie ja so lange warten mussten. Nächste Woche werde ich mich wieder melden, um nachzufragen, ob die Zwerge schon frisch und fröhlich im Garten sind. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass diese Frau einen Auftrag braucht, um langsam aus ihrer Starre zu kommen.

Sie hat auch noch gesagt, dass es ihr leid tut, dass sie nicht mehr spenden kann, aber sie schafft es derzeit nicht mehr. Ich habe gesagt, dass das in Ordnung ist und wir dankbar sind für die vielen Jahre, die sie uns unterstützt haben. Sie haben uns lange Zeit geholfen und jetzt helfen wir ihr.

Liebe Grüße
Dr. Wilma Wickel”

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